Warum DatenAufstand?

TikTok, Instagram, YouTube, WhatsApp – diese Plattformen kennen dich besser als deine Freunde. Sie wissen, was du magst, wovor du Angst hast, wann du nicht schlafen kannst. Sie bauen ein digitales Profil von dir – und verkaufen es an Werbetreibende.

Das Problem: Du weißt nichts davon. Oder nur das, was die Plattform dir zeigen will.

Dein Recht: Art. 15 DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung gibt dir ein mächtiges Werkzeug: das Recht auf Auskunft. Jede Plattform muss dir innerhalb von 30 Tagen mitteilen:

Dieses Recht ist kostenlos, einklagbar und gilt für jeden – auch für Kinder.

Das Problem heute: Holrecht statt Bringpflicht

Du musst aktiv werden. Du musst wissen, wen du fragen musst. Du musst eine korrekte Anfrage formulieren. Du musst die Frist im Auge behalten. Und wenn die Plattform nicht antwortet, musst du selbst herausfinden, bei wem du dich beschweren kannst.

Das ist das Gegenteil von Transparenz. Das ist bürokratische Schikane.

BSW Punkt 11: Datentransparenz als Bringpflicht

Das BSW fordert: Plattformen müssen jährlich einen Datentransparenzbericht vorlegen – automatisch, für jeden Nutzer, ohne Anfrage. Solange dieses Gesetz fehlt, zeigt DatenAufstand, wie mühsam der heutige Weg ist. Jede Anfrage, die du stellst, ist ein Argument für die Bringpflicht.

Warum speziell Social Media?

Anders als dein Stromanbieter oder deine Bank sammeln Social-Media-Plattformen Daten nicht nur für den Service, sondern als Geschäftsmodell. Du bist nicht der Kunde – du bist das Produkt. Deshalb konzentriert sich DatenAufstand auf die 10 Plattformen, die das meiste über dich wissen:

Druck durch Masse

Eine einzelne Anfrage ändert nichts. Tausende Anfragen ändern alles. Wenn Plattformen mit Art.-15-Anfragen überschwemmt werden, wird die Bringpflicht zur wirtschaftlichen Notwendigkeit. Das ist der DatenAufstand: digitaler Bürgerprotest mit den Mitteln des Rechts.

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